PEGIDA wird’s freuen!

Die größte Krise im Zusammenhang mit der sogenannten Flüchtlingskrise spielt sich zuweilen in Kommentaren und Debattenbeiträgen ab. So z. B. am 03.11.15 in einem bis dato bereits zahlreich geteilten, gelikten und kommentierten Artikel in der Onlineausgabe des Wochenblatts Altötting, der ebenso am 04.11.15 in zwölf Lokalausgaben des Wochenblatts (und am 11.11.15 in der Passauer Woche) prominent auf Seite 2 erschien. Unter dem Titel „Sind jetzt plötzlich alle Nazis?“ fragt Mike Schmitzer selbiges und liefert mit seinen Antwortversuchen ein PEGIDA-Rechtfertigungspamphlet sondergleichen ab. Letzteres würde er vermutlich leugnen, weil es ihm doch irgendwie unangenehm wäre, aber das ist Spekulation. Tatsache ist – und das soll nachfolgend ausführlich dargelegt werden -, dass Schmitzers Kommentar (trotz seiner Kürze) letztlich nur so trieft vor Verharmlosung rechtspolitisch motivierter Beleidigungen und Gewalttaten, Bagatellisierung von Rassismus und Versatzstücken reaktionärer und völkischer Ideologie. Ein gefährliches Gemisch, das sich ein besorgter Bürger nicht besser ausdenken könnte. Dieser Kommentar ist ein Grund besorgt zu sein. Eine Replik.

Schmitzers Kommentar im Wochenblatt Regensburg, Seite 2.

Schmitzers Kommentar im Wochenblatt Regensburg, Seite 2.

Schmitzer beginnt idyllisch:

„Der Rentner, der beim Rasenmähen immer so freundlich über den Gartenzaun winkt, die junge Mutter, die an der Supermarktkasse ihre kleine Tochter auf dem Arm trägt, die Metzgereiverkäuferin mit ihrer ansteckend guten Laune … alle plötzlich Nazis? Wirklich?“

Es scheint für ihn unvorstellbar zu sein, dass ganz normale Menschen rechte politische Einstellungen haben könnten. Der Rasen mähende Rentner, die fürsorgliche junge Mutter und die gut gelaunte Metzgereiverkäuferin sollten rechts sein? Unmöglich. Sonst würden sie vermutlich weder Rasen mähen noch ein Kind herumtragen oder freundlich Wurst verkaufen. Es ist unklar, ob Schmitzer bei diesen Zuschreibungen konkrete Menschen im Blick hat, die ihm im Alltag begegnen, es ist für die Argumentation aber auch unerheblich. Es reicht hier der Typus der beschriebenen Menschen als Abstraktion und Idealisierung ganz normaler Menschen, die allein aus den Gründen, weil sie alltägliche, ganz normale Tätigkeiten verrichten oder eben einfach freundlich sind, nicht rechts sein können. Für Schmitzer passt es einfach nicht zusammen, dass sein idyllisches Trio rechte Einstellungen haben und entsprechend vertreten könnte.

Doch spricht Schmitzer nicht von „rechts“, „rechten Einstellungen“ oder dergleichen, sondern benutzt allzu plakativ den Begriff „Nazi“. Das mag eine polemische Überhöhung sein, fügt sich jedoch nahtlos in die Argumentationskette sogenannter besorgter Bürger, die sich andauernd mit dem „Nazi-Vorwurf“ konfrontiert sehen, nur weil sie ihre Meinung äußern. „Nazikeule“ lautet dafür ihr Fachbegriff. Selbstredend benutzt auch Schmitzer diesen Begriff – entweder ohne das Manöver, das sich dahinter verbirgt, zu erkennen oder genau dieses selbst zu vollziehen. Das Manöver ist, dass sich Leute durch Kritik ihrer (rechten) Meinung oftmals sogleich als Nazi bezeichnet, ja beleidigt, sehen, selbst wenn dieses Wort nicht gefallen ist. Dadurch sehen sie sich selbst als Opfer einer angeblichen Meinungszensur. Für einen ganz normalen Menschen ist der Nazi-Vorwurf natürlich eine Ungeheuerlichkeit – auch dann, wenn er gar nicht geäußert wurde.

Josephine weiß Bescheid über Nazis - Ein Facebook-Kommentar

Josephine weiß Bescheid über Nazis – Ein Facebook-Kommentar.

Vielleicht kommt man hier mit der Hund-Dackel-Theorie weiter: Jeder Dackel ist ein Hund, aber nicht jeder Hund ist ein Dackel. Aber Vorsicht: Auch die fürsorgliche Hundemama kann eben ein Dackel sein.

Auch die zeitliche Dimension des Nazikeulen-Arguments ist interessant. So sollen „alle“ (übrigens hat die mit diesem Wort beanspruchte Totalität ebenfalls etwas für sich) „plötzlich“, quasi über Nacht, Nazis geworden sein. Da leben Leute also ein gewöhnliches Leben und zack, auf einmal sind sie Nazis. Das ist doch unvorstellbar, liebe Wochenblattleser_innen? Ob Schmitzer auch die Möglichkeit erwogen hat, dass rechte Einstellungen, Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile gegenüber bestimmten Menschengruppen sich vielleicht eine gewisse Kontinuität in Biographien und Weltanschauungen von Menschen haben und gerade die Zeit günstig ist, das auch öffentlich und resoluter zu vertreten. Hm?

Zum Glück nimmt Schmitzer sein idyllisches Trio, das natürlich stereotypisiert und stellvertretend für Millionen Deutsche steht, in Schutz:

„Diese Menschen haben eines gemeinsam: Sie machen sich Sorgen darüber, was der momentane Flüchtlingsansturm für ihre eigenen Familien bedeuten könnte. Sie haben Angst davor, dass die Politiker das Problem nicht lösen können und die Flüchtlingskrise in einer Katastrophe endet.“

Auch wenn die Menschen noch so verschieden sind, die Sorge um sich selbst und ihre Familien ist ihre große Gemeinsamkeit. Hier sind wir auch schon beim Kernaliegen Schmitzers. Es geht darum Verständnis für die Sorgen und Ängste unseres Trios, des idealisierten besorgten Bürgers, aufzubringen. Kritisieren sollte man die besorgten Bürger nämlich nicht, weil sie ja – wie wir oben gesehen haben – keine Nazis sein können. Nun gut, dann versuchen wir eben verständnisvoll zu sein.

Welche Ängste hat denn unser Altöttinger Trio? Wovor fürchtet es sich? Worum macht es sich so große Sorgen? Freilich, an dieser heiklen Stelle bleibt Schmitzer vage und unbestimmt. Die besorgten Bürger werden es ihm danken, fühlen sie sich im Vagen und Unbestimmten geradewegs zuhause. Denn wenn sich eine klare Aussage über diese Sorgen und Ängste treffen lässt, dann, dass sie diffus sind. Sie betreffen auch nicht, wie man wohlwollend annehmen könnte, die geflüchteten Menschen, die Asyl suchen. Weil sie z. B. nicht menschenwürdig untergebracht wird, weil ihnen dem besorgten Bürger selbstverständliche Rechte vorenthalten werden, weil sie medizinisch nicht ausreichend versorgt sind, weil einige im nahenden Winter zu erfrieren drohen. Darüber sind bzw. wären Sorgen und Ängste nämlich durchaus angebracht.

Aber nein, der besorgte Bürger fürchtet um sich und seine Familie. Es könnte ihm etwas weggenommen werden, das er ohnehin nicht hat(te), es bereitet ihm Unbehagen, dass sich Menschen Schutz, Sicherheit und Wohlstand erhoffen, er will es nicht verkraften, dass Menschen, die möglicherweise anders aussehen, andere Sprachen sprechen und andere Gottheiten anbeten als er, die gleiche öffentliche Infrastruktur nutzen, die gleiche Bäckerei aufsuchen, einer Erwerbsarbeit in der gleichen Firma nachgehen oder gar ihre Kinder auf die gleiche Schule schicken könnten. Was sonst soll „der Flüchtlingsansturm“ für seine Familie bedeuten?

Was ist eigentlich dieses Katastrophenszenario? Dass der winkende Rentner auf dem Rasenmäher gar nicht in Altötting, sondern in Aleppo geboren wurde, die junge Mutter ihr Kind nicht nur an der Supermarktkasse trägt, sondern es auch durch halb Europa getragen hat und die Metzgereiverkäuferin vormals in Kobanê freundlich gelächelt hat und dies nun in Altötting tut? Sind das die Horrorvisionen? Vielleicht. Das wäre dann rational und rassistisch.
Oder ist es aber auch die Angst vor Ausländerhorden, die in die katholische Idylle Altöttings einfallen, auf dem gepflegten Rasen des Rentners massenhaft ihre Notdurft verrichten, der jungen Mutter die Tochter rauben und an ihren Stammesführer verheiraten und die Metzgereiverkäuferin vergewaltigen und anschließend steinigen? Vielleicht. Das wiederum wäre irrational und rassistisch.

Auf jeden Fall sind es aber rassistische Muster, die Schmitzer in seinem Kommentar durch Verzicht auf Konkretisierung der vorgeblichen Sorgen und Ängste verschweigt, deckt und verschleiert. Dass es konkrete und akute Probleme bei der Unterbringung und Versorgung von Asylsuchenden und der Bearbeitung ihrer Asylanträge gibt, bleibt davon zunächst einmal unberührt. Kurz- und mittelfristig wären diese mit deutlich verstärktem logistischen Engagement und personellen Einsatz und einem gewissen Maß an politischen Weitblick zu lösen. Stattdessen lässt sich die verantwortliche Politik zumeist von den irrationalen und rassistischen Sorgen und Ängsten treiben und befeuert sie die durch unterlassendes Handeln und den repetitiven Gebrauch von Naturkatastrophenvokabular wie „Flut“, „Welle“, „Tsunami“ oder „Sturm“ und Kriegsrhetorik wie „Ansturm“, „Invasion“, „Notwehr“. All das mythologisiert Migration fatalistisch zu einem Zerstörungs- und Untergangsschicksal. Die Politik schafft sich ihre Krisensituation selbst.

Die Befürchtungen, so Schmitzer, formuliere unser Trio „in sozialen Netzwerken wie facebook oder in den Kommentarspalten der Onlinemagazine.“ Und weiter: „Vielleicht ist die Wortwahl manchmal etwas ungeschickt, aber nicht jeder ist im Schreiben geübt.“ Es gibt – das ist nun wirklich keine verblüffende Neuigkeit, die über Nacht hereingebrochen ist – Tag für Tag zahlreiche Kommentare, die geflüchtete Menschen ins Gas wünschen, Regierungsmitglieder am liebsten öffentlich aufgehängt und all die linksgrün-versifften Gutmenschen im Mittelmeer ertrinken sehen würden.

Ganz normale Bürger diskutieren etwas ungeschickt auf einem privaten (aber öffentlich einsehbaren) Facebookprofil

Ganz normale Bürger diskutieren etwas ungeschickt auf einem privaten (aber öffentlich einsehbaren) Facebookprofil.

Ja, ist halt ungeschickt formuliert und besonders lustig, wenn darin nicht nur Menschenrechte, sondern auch Rechtschreibung mit Füßen getreten wird. Es sind eben nicht alle so geübt im Schreiben wie ein Wochenblatt-Redakteur. Und wie verhält es sich mit den asylkritischen Kommentaren, die ganz auf das Schriftliche verzichten und in Form von Molotow-Cocktails Asylsuchenden direkt in die Unterkunft geliefert werden? Gut, wollen wir Schmitzer zugestehen, dass er nicht unbedingt solche Kommentare meint. Vielleicht meint er die Kommentator_innen, die sich zunehmend „fremd im eigenen Land fühlen“, Geflüchtete am besten kaserniert und sofort abgeschoben sehen würden oder solche, die plötzlich (ja, plötzlich!) ihre Liebe zum Grundgesetz, zur Gleichstellung der Geschlechter, zu Rechten von Homosexuellen, zu Obdachlosen (deutschen natürlich) und all dem Teufelszeug entdecken, das sie vormals erbittert bekämpft haben und es wieder tun werden, sobald der unzivilisierte Moslem nicht mehr tausendfach in der Tür steht.

Schmitzer hat allerdings auch etwas gegen Kommentator_innen, die „zornerfüllt, massiv und beleidigend“ auftreten. Es ist aber geradezu grotesk, dass er sich ermahnend an diejenigen wendet, die ihre „Menschenfreundlichkeit den eigenen Mitbürgern“ gegenüber vermissen lassen. „Diese Eiferer“ trieben „erst recht einen Keil in unsere Gesellschaft“. Die Gegenkommentator_innen seien also das eigentliche Problem und nicht diejenigen, die dauernd gegen Geflüchtete keifen. Denn, so Schmitzer, „hinter den Kommentaren der Bürger stecken keine Ideologien, sondern persönliche Sorgen und Ängste.“ Eine bessere Verteidigung kann sich der besorgte Bürger gar nicht wünschen.

Zweierlei ist dabei auffällig. Erstens entpolitisiert Schmitzer den politischen Raum, indem er politische Aussagen als Ausdrücke persönlicher Sorgen und Ängste definiert und damit auch die Fähigkeit der besorgten Bürger relativiert als eigenverantwortlich denkende und handelnde politische Subjekte aufzutreten. Das ist eine fatale Strategie, um Menschen im politischen Diskurs unangreifbar zu machen. Wer Angst hat, entziehe sich also dem Politischen. Das ist reaktionäre Ideologie. Zweitens gibt er Menschen, die sich – gewiss manchmal auch unangemessen in der Wortwahl – für das Asylrecht stark machen und rassistische Kommentare missbilligen, Schuld an einer Spaltung der Gesellschaft. Weil sie Menschenfreundlichkeit nicht den eigenen Mitbürger_innen gegenüber zeigen. Der Vorwurf lautet: Für die Fremden seid ihr da, das eigene Volk ist euch egal! Das wiederum ist ein Versatzstück völkischer Ideologie.

Mit dem eigenen Volk kennen sich auch Ilonka und Pit aus - Irgendwo auf Facebook kommentiert.

Mit dem eigenen Volk kennen sich auch Ilonka und Pit aus – Irgendwo auf Facebook kommentiert.

Beide Strategien lassen sich wunderbar in das Weltbild der besorgten Bürger integrieren. Schmitzer erreicht einerseits, dass sich das Altöttinger Trio, das ja niemals rechts sein könnte, mit seinen rassistischen (irrationalen oder rationalen) Ansichten respektive Sorgen und Ängsten ernstgenommen fühlt, ohne sich um die Sorgen und Ängste von Geflüchteten scheren zu müssen und andererseits, dass es sich in der (vermutlich auch unpolitischen, weil besorgten) Haltung bestätigt fühlt, wonach die intakte Volksgemeinschaft in Deutschland von den linken Vaterlandsverräter_innen zersetzt werde. Das ist Schmitzer gut gelungen. Eine zweifelhafte Anerkennung.

Ein Gedanke zu „PEGIDA wird’s freuen!

  1. Eine alte philosophische Tugend ist es das Argument des Gegners möglichst stark zu machen um es dann an den eigenen Argumenten zu messen.
    Ich möchte das kurz für den Herrn Schmitzer tun.
    Er schreibt.: „Hinter den Kommentaren der Bürger, stecken keine Ideologien, sondern persönliche Sorgen und Ängste.“ Interpretieren wir einmal alle Gemeinplätze und Unschärfen in diesem kurzen Kommentar positiv und unterstellen ihm dass er auch meint was er sagt.
    Es gibt da also besorgte und beängstigte Bürger die sich asylkritisch äußern möchten, ihre Sorgen und Ängste oder auch einmal nur das was ihnen der Nachbar gestern erzählt hat einmal los werden. Sich einfach mal äußern. Psycholohygienetechnisch ist das ja unter Umständen sehr wichtig. Auch hat so mancher Bürger sich vielleicht vorher auch noch nie wirklich mit seinen Sorgen in die Öffentlichkeit getraut und womöglich ist der Bürger auch so nervös dass er sich mehrmals verschreibt und auch eventuell die eine oder andere unglückliche Formulierung findet.
    Man muss auch mal ganz klar stellen dass diese Menschen keine Nazis sind. Und eventuell sind sie nicht einmal rassistisch. (Ob rational oder nicht rational ist hier natürlich ein besonderer Treppenwitz, da nach mittlerweile mehreren Jahrzehnten auch fernab der Wissenschaft langsam mal durchdringen könnte dass es einfach keine Rassen gibt. –>Wers nicht glaubt kann ja gerne mal den entsprechenden Wikipediaartikel lesen.)
    Aber zurück zu den besorgten Bürgern, die weder Nazis sind noch rassistisch, und die vielleicht schlecht informiert sind und sich im Ton vergreifen und womöglich sich nicht mal als Rechts oder konservativ oder was auch immer bezeichnen würden. Diesen hilflosen Kommentatoren wird dann verbal so richtig eins drüber gezogen. Mit der Nazi Keule und anderen Verunglimpfungen, die nur dafür sorgen dass diese besorgten Bürger sich nicht ernst genommen fühlen und sich womöglich noch weiter von der Demokratie entfernen da ja kein Diskurs zu Stande kommt in dem der besorgte Bürger willkommen geheissen wird. (Ganz im Gegensatz zu den Flüchtlingen die ja überall willkommen scheinen.) Nun bräuchte es halt mehr Menschen wie den Herrn Schmitzer, der selbst schreibend tätig, und mit Verständnis gesegnet, diese Menschen ernst nimmt sie in den Diskurs einführt und dafür sorgt dass die Beteiligten alle gleichberechtigt gehört werden und sich mit „Verstädnnis und Argumenten“ begegnen.
    Tja und da fangen dann die Probleme an. Denn wenn ich die besorgten Bürger in ihrer Angst ernst nehmen möchte weil ich niemanden aus dem Diskurs ausschließen will, dann muss ich aber auch die Nazikeulenschwinger ernst nehmen, denn diese haben höchstwahrscheinlich auch Angst und zwar davor dass die Enkelkinder der Generation „von nichts gewusst“ hinter der demokratisch bürgerlichen Fassade halt eventuell doch verkappte Nazis sind. Oder ewig gestrige Rassisten und in ihrer Angst und Verzweiflung und womöglich auch Wut (ob rational oder irrational sei ja nun eben einmal dahingestellt) lassen diese Bürger, die auch Nachbarn, Rasenmäher oder Fleischfachverkäuferinnen sein können, ihren eigenen Rechtschreibfehlern und untragbaren Vergleichen freien Lauf. Für die ist aber kein Herr Schmitzer da, der sich ihrer Sorgen annimmt. Also nimmt es Herr Schmitzer entweder mit der Gleichberechtigung und der verständnisvollen Hinwendung an die sich im politischen und öffentlichen Diskurs sich noch etwas unsicher bewegenden Sorgenträger nicht so ganz ernst, oder er geht davon aus, dass es die Nazi-keulen-schwinger halt besser wissen müssten, während die Angst und Wutbürger einfach nicht die schluesten sind und man sich um diese halt ganz besonders kümmern und bemühen muss.
    Wobei ich mich in ersterem Falle fragen müsste was dann die eigentliche Aussage des Herrn Schmitz ist (bzw. was das Ganze dann soll) und in letzterem Falle würde ich mir als Angstbürger fragen was die größere Diffamierung ist. Von einem anderen Angstbürger NAzi genannt werden oder von einem Lokalredakteur unterstellt zu bekommen dass man halt nicht so ganz voll zu nehmen ist weil man Dinge die man sagt und schreibt nicht so meint, und irgendwie auch zu blöd ist sich gegen simple Anfeindungen mit Argumenten zu wehren und einen gut ausgebildeten Schreiberling braucht der diesen Gutmenschen mal sagt dass man keine Ideologien hat, sondern Angst.
    Das macht mir Angst!

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