Kurzformat #8

Powernap – Oreosmith

Als hätte man nach dem dümmlichsten Namen gesucht wirkt das hier. Die Band heißt Powernap, die EP Oreosmith. Faulenzen und den Naschfuchs geben ist aber nicht drin mit diesen sechs Stücken. Dafür ist der an Leatherface geschulte Punkrock des Fünfers viel zu anregend. Dass alle beteiligten schon zuvor in anderen (noch nerdigeren?) Bands aktiv waren, hört man der Chose jederzeit an. Oreosmith klingt souverän, ohne allzu abgeklärt zu wirken. Und macht neugierig auf mehr. [Asian Man / Klownhouse | VÖ: 17.04.2015] – (ms)

Kalamahara – The Unmeant Wedding

 Auch mit einem interessanten Namen ausgestattet sind Kalamahara. Wobei hier die Namensgebung doch irgendwie wesentlich passender erscheint. Schließlich verstecken sich auf dieser EP Songs, die mit dem Delorean direkt aus den 70ern angereist sind. Mit einer staubtrockenen Produktion, mit Riffs und verschrobenen Ideen, auf die viele andere neidisch wären. Und schlichtweg mit einer ganzen Menge Qualität, ist doch alleine der Opener Animuse eine kleine Sensation. [Sportklub Rotter Damm / Fuzzmatazz | VÖ: 15.05.2015] – (ms)

Mumrunner – Full Blossom

Nun, so wirklich revolutionär ist es zwar dank Bands wie Malory nicht mehr, Spaß macht die Vermengung von Shoegaze, verträumten Pop und ein wenig Alternative aber dennoch eine ganze Menge. Zumindest, wenn sie so betrieben wird, wie von diesem Vierer aus Finnland. Großflächige Soundscapes, perlende Melancholiegitarren und eine Menge Hitpotential. Und doch genügend Kanten, um nicht unbemerkt im Gebrüll des VICE-Kosmos unterzugehen.[Soliti / Wolves & Vibrancy | VÖ: 15.05.2015]- (ms)

Wolf Down – Liberation

Weit, ganz weit entfernt von irgendeinem Hipster-Kosmos sind Wolf Down unterwegs. Kompromisslos ist so ein Wort, das so ziemlich immer fällt, wenn es um diese Band geht. Und es ist ja auch absolut zutreffend. Ihr Hardcore geht ohne große Umschweife genau dahin, wo es gewaltig weh tut, ihre Texte sprechen in entwaffnender Offenheit aus, was sie ankotzt. Und nachdem man sich an die neue Stimme gewöhnt hat, zieht man auch vor dieser EP den Hut. So muss Konsequenz klingen. [End Hits / Cargo | VÖ: 22.05.2015] – (ms)

Manel Rodriguez – Manel Rodriguez

Promotexte sollten ja eigentlich dringend gesammelt werden. Dieser Wust aus blumigen Formulierungen und semiwichtigen Informationen wirft teilweise wahrhaft prachtvolle Satzungeheuer ab. Im Falle von Manel Rodriguez beschränkt sich das auf ein paar Wörter. Die auch noch treffsicher sind. Weil die vier Songs zwar ohnehin für sich sprechen, aber eben tatsächlich ein wenig nach Lana Del Rey und Bob Dylan klingen. Und weil wir uns an dieser Stelle nicht selber mit blumigen Formulierungen auf die Nase legen wollen, gibt es nur ein Wort: Toll! [DIY | VÖ: 30.04.2015] – (ms)  

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