Senore Matze Rossi – Vier Geschichten von Geistern, Mädchen, Elefanten und Schildkröten

Matthias Nürnberger gehört zu der Sorte von MusikerInnen, denen man nur wohlwollend auf die Schulter klopfen kann. Grundsolide, höchstsympathisch und – nun ja – halt nett. Schon Tagtraum waren viel zu wendig für drögen Deutschpunk, völlige Begeisterung konnte allerdings nur bei eingefleischten Fans aufkommen. Auch als Senore Matze Rossi schien Nürnberger bisher diesen Trend fortzusetzen. Live zeigte er regelmäßig, wie groß und mitreissend seine kleinen Songs sind, auf Platte konnte er dies jedoch nur bedingt umsetzen.
Zu dünn produziert war …Und wie geht es jetzt deinen Dämonen?, zu zaghaft ging Herr Rossi seine Lieder an und so wurde so manche gute Idee zur halbakustischen Belanglosigkeit.
Umso schöner die Überraschung, die die vier neuen Lieder mit sich bringen. Nürnberger hat die E-Gitarre wieder für sich entdeckt, es scheppert, es rockt und es wird vor allem euphorisch mit schönen Melodien um sich geworfen. Die Lieder, durch die sich Herr Rossi mit hörbarer Leidenschaft in der Stimme „Nagelt“ würden – allen voran Dein Elefant – ein einer gerechten Welt im Radio laufen. Und das ist als Kompliment gemeint.
Laut eigener Aussage sind das die vier besten Songs, die Matze Nürnberger bisher aufgenommen hat. Das kann man ohne Bedenken unterschreiben. Und wenn dieses Niveau auch über die Langrille gehalten werden kann, wird Rossi das aufheben, was Muff Potter liegen gelassen haben.
Und das ist verdammt nochmal das größte Kompliment, dass man ihm machen kann.

3 Gedanken zu „Senore Matze Rossi – Vier Geschichten von Geistern, Mädchen, Elefanten und Schildkröten

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