Muss man mögen.

The Fruit Tree Foundation also. Aus dem Nichts sind sie hier aufgeschlagen und lösen eine enorme Begeisterung aus. Kein Wunder eigentlich, bei dem Label. Chemikal Underground hat mal wieder eine überragende Band am Start. Wer zu Aereogramme, The Twilight Sad, We Were Promised Jetpacks und The Unwinding Hours den Tag wegphantasieren kann, wird von dieser Band vermutlich begeistert sein. Und ab dafür:

Touché Amoré – Parting The Sea Between Brightness And Me

Kompromisslos. Eine vielbemühte Vokabel im Hardcore. Mal steht sie für grenzdebiles Gebolze, mal für gähnende Langeweile, selten allerdings für Kompromisslosigkeit. Hier schon. Touché Amorés neue Platte also. Schlappe zwanzig Minuten nimmt sich die Band, um ihre 13 Songs runterzuzocken, genau ein einziges mal passieren sie dabei die Zwei-Minuten-Grenze. Klingt nach Grindcore? Irgendwie schon. Ist es aber nicht. Was diese Band auf Parting The Sea Between Brightness And Me, ein schöner Titel übrigens, zelebriert, ist (Post)Hardcore ohne Firlefanz. Also minus überflüssiges Geballer, minus Interludegestolper, minus Intro, minus Outro, minus Schmuck am Nachthemd. Hardcore ohne alles Drumherum einfach. Und bevor jetzt einige mit feuchten Augen „Old School“ gen Wolkenhimmel brüllen: Nö.
Touché Amoré präsentieren – ähnlich zu La Dispute – ihre eigene Interpretation von Hardcore. Und die ist bei allem Geschrei und aller Härte jederzeit, und das muss man so sagen, wie unpassend das Wort im Zusammenhang auch sein mag, wahnsinnig zärtlich.
Und flexibel. So eröffnet das trügerische „~“ mit einer übergroßen Portion Aufbruchsstimmung und Vorwärtsdrang. Und hat ganz nebenbei noch eine Fülle an Melodie dabei, die alle Poppunk Heroen und Epigonen zusammen nicht in die Waagschale werfen könnten. Und was hier nicht unbedingt so klingt, ist ein riesiges Kompliment. Wenn dann „Condolences“ die üblichen Instrumente rauswirft und stattdessen ein verhalltes Klavier an den Start bringt, ohne den geringsten Bruch in der Atmosphäre zu verursachen, ist sowieso alles gut. Dazwischen: Highspeed, Härte und Schönheit im fliegenden Wechsel, Highlights herauspicken unmöglich. Dass Sänger Jeremy Bolm sein Mundwerk durchweg grandios über die Songs knallt, macht die Sache nur noch besser. Eine Ausnahmestimme hat der Mann. Kraftvoll bis zum Anschlag und trotzdem zerbrechlich und klar.
Und jetzt noch mal in Kurz: Parting The Sea Between Brightness And Me ist ein kurzer wie grandioser Brocken von Album. Und aus der Hardcore-Ecke mindestens eines der Besten der Jahres. Und – fast hätte man es vergessen – kompromisslos.

Taking Back Control

Sparta sind wieder da. Nachdem die Band um Jim Ward seit ihrem 2006er Threes hinsichtlich neuer Veröffentlichungen absolut nichts von sich hören hat lassen, gibt die bessere Hälfte der At the Drive-in-Überreste nun wieder laut. Und zwar:

Hi everyone-
here is the official word from the sparta headquarters-

“Sparta, awake!

After a three-year “nap,” Sparta will play their first show since 2008 this November in their hometown of El Paso, TX. They’re confirmed to perform on November 17th at Tricky Falls, the newly renovated venue co-owned by frontman Jim Ward. The band – Ward, drummer Tony Hajjar, bassist Matt Miller, and guitarist Keeley Davis – will also head into the studio this fall to begin work on their fourth LP, the follow-up to 2006’s Threes. More information coming soon; in the meantime, tickets for the 11/17 El Paso show are available beginning today (8/4) at 10 am MST here: http://holdmyticket.com/event/27335

We will continue to update as we go…

Thanks everyone
-jim

In diesem Sinne: